Finger weg von Kokosöl – woher kommt das?

Kokosöl negativ in der Presse

Finger weg vom Kokosöl – so geht es schon seit Monaten durch die Presse. Aber was genau steckt eigentlich hinter dieser Aussage? Angeblich sollen neue Studien über Kokosöl beweisen, dass Kokosöl für einen hohen Cholesterinspiegel verantwortlich wäre. Diese Studie sagt wörtlich (Zitat: According to the advisory, coconut oil is 82 percent saturated fat, and studies show it raises LDL “bad” cholesterol as much as butter, beef fat or palm oil. Canola oil, on the other hand, has only 7 percent saturated fat. All fats and oils have varying levels of saturated, monounsaturated and polyunsaturated fat.“ die ganze Studie kann man hier nachlesen)

Ungesättigte Fettsäuren im Kokosöl

Laut der Studie hat also Kokosöl nur 7% der ungesättigten Fettsäuren, die eigentlich als gesund gelten und 82% an gesättigten (ungesunden) Fettsäuren. Wie gesund oder ungesund ist Kokosöl bzw. Kokosfett nun wirklich? Sollte man es überhaupt verzehren, oder nur zum Backen oder Braten verwenden?

Die Unterschiede zwischen Kokosöl und Kokosfett haben wir bereits in einem anderen Artikel schon erläutert: (Unterschied zwischen Kokosöl und Kokosfett). Trotzdem bewerten Ernährungsexperten das Verhältnis der verschiedenen Fettsäuren im Kokosöl eher negativ. Und nun geht es auch dem Kokosfett an den Kragen. Es soll Fettstoffwechselstörungen negativ beeinflussen.

Positive Eigenschaften

Kokosfett hat gerade beim Kochen oder Backen sehr viele positive Eigenschaften. Es eignet sich hervorragen zum Braten oder Fittieren, da sein Rauchpunkt bei ca 200 °C liegt. Wenn man geschmacksneutrales Kokosfett verwendet, sollte es nicht mit anderen Fetten gemischt werden. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass das Kokosfett den Fettstoffwechsel, trotz der gesättigten Fettsäuren und ganz im Gegensatz zur Butter, positiv beeinflussen kann. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass im Kokosfett mittelkettige Fettsäuren vorhanden sind. Experten machen den hohen Gehalt an Laurinsäure dafür verantwortlich, der ca 45 % der im Kokosfett vorhandenen Fettsäuren ausmacht.

Welches Kokosfett sollte man verwenden?

Es ist wirklich wichtig, nur natives Kokosfett zu nehmen. Alles andere kann diese Transfette enthalten, die sehr schlecht für den Körper sind. Der einzige Knackpunkt ist der ökologische Aspekt: immerhin müssen die Kokosfette entsprechend lange Transportwege zurücklegen. Um zu uns zu gelangen, legt das Öl weite Wege zurück, wie beispielsweise von den Philippinen. Das ist natürlich weniger schön.

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