Die Trinkkokosnuss – ein ganz besonderer Spezialfall

Leckere Trinkkokosnuss als Spezialfall

Die Trinkkokosnuss gilt immer häufiger als Spezialfall. In einigen Ländern sichert die Kokosnuss den Einheimischen in schwierigen Zeiten das Überleben. Dies trifft insbesondere auf zahlreiche Inselvölker im Pazifik zu. Diese verfügen nicht über eigene Quellen auf ihren Inseln und haben so stets Schwierigkeiten, eine ausreichende Wasserversorgung für die Bevölkerung sicherzustellen. Hier sichert sich jeder Einzelne durch Kokosnüsse seinen täglichen Bedarf an Flüssigkeit. Dazu sind für einen erwachsenen Menschen etwa 3 – 6 Stück pro Tag notwendig.Die Trinkkokosnuss ist ein Spezialfall

Naturgemäß wäre es für die Menschen auf diesen Inseln vorteilhafter, wenn sie über Kokosnüsse verfügen könnten, die besonders viel Wasser spenden. Genau dafür gibt es die sogenannte Trinkkokosnuss. Worum es sich hierbei genau handelt und was die Trinkkokosnuss so einzigartig macht, das erklären wir in diesem Beitrag.

Tipp:

Grundsätzlich gilt: Als Trinkkokosnuss werden verschiedene Formen von Kokosnüssen bezeichnet. Man verwendet den Begriff sowohl für eine besondere Art von Kokosnüssen als auch für besonders junge Früchte, die also früher vom Baum geerntet werden als gewöhnlich. Mit letzterer wollen wir uns hier nun etwas näher beschäftigen.

Die junge Kokosnuss zum Trinken

In den meisten Fällen werden als Trinkkokosnüsse sehr junge Früchte verwendet. Dabei handelt es sich um Kokosnüsse mit Schale, die in einem sehr frühen Stadium vom Baum geerntet werden. Diese weisen nicht die typische braune Farbe und die faserige, mit feinen Haaren versehene Struktur auf wie die Nüsse, welche in Europa in den Supermärkten angeboten werden.

Dazu muss man wissen: Die „haarige“ Kokosnuss, die wir kennen, ist genau genommen nur der Kern der kompletten Frucht. Um an ihn zu kommen, wird die Schale der reifen Kokosnuss entfernt. Diese Schale kann – je nach Sorte und Alter der Frucht – verschiedene Farben haben, z. B. grün, aber auch rot, orange oder braun. Die Fasern aus den entfernten Schalen werden übrigens nicht einfach entsorgt, sondern bilden ein wertvolles Rohmaterial zur Herstellung von Seilen und Matten oder dienen als Brennstoff.

Die Vorteile der Trinkkokosnuss

Weltweit gibt es mehrere hundert verschiedene Arten von Kokosnüssen. Sie unterscheiden sich u. a. durch ihre Größe, ihre Farbe und durch die Struktur ihrer Außenschale. Seit jeher gibt es darunter auch Sorten, die besonders viel Kokoswasser entwickeln. Diese Sorten hat man schon vor Jahrzehnten gezielt in Ländern angebaut, in denen keine flächendeckende Versorgung mit Trinkwasser über das Jahr gewährleistet werden kann. Der große Vorteil dabei: Es müssen wesentlich weniger Früchte geerntet werden, um den täglichen Wasserbedarf der Bewohner vor Ort zu decken.

Zum Vergleich: In einer reifen Kokosnuss ist normalerweise rund 400-500 ml Kokoswasser enthalten. Erntet man die Frucht nun früher und setzt auf besondere Sorten, die viel Kokoswasser enthalten, so kann man aus einer Frucht bis zu 1.200 ml Kokoswasser gewinnen. Es ist hiermit also möglich, eine gleiche Menge von Menschen mit viel weniger Kokosnüssen zu versorgen. Dies ist insbesondere deshalb ein unschätzbarer Vorteil, weil die Ernte der Früchte sehr mühsam ist.

Es gibt bis heute kaum automatisierte Methoden, die Kokosnüsse von den bis zu 30 m hohen Palmen zu ernten. Ergo müssen die Einheimischen die mühevolle und gefährliche Prozedur auf sich nehmen, die Bäume zu besteigen und die Früchte von Hand zu ernten.

Somit schont der gezielte Anbau der Trinkkokosnuss letztendlich auch die Umwelt. Die Natur muss weniger ausgebeutet werden, es sind keine schädlichen Monokulturen notwendig, um die Menschen vor Ort mit Trinkwasser zu versorgen.

Praktische Tipps

In Mitteleuropa werden Sie in den Supermärkten in der Regel nur die uns bekannten Kokosnüsse im reifen Stadium finden. Dabei handelt es sich – wie bereits erwähnt – um den Kern einer ganzen Kokosnuss, dem man die faserige Schale entfernt hat. „Echte“ ganze Kokosnüsse, die im frühen Reifestadium geerntet wurden und noch eine ausreichende Menge Kokoswasser enthalten, finden sich dagegen nur in den Markthallen großer Städte und in einigen Bio- und Dritte-Welt-Läden. Bestellen kann man die Trinkkokosnuss auch nicht immer. Es gibt bestimmte Zeiten im Jahr, in denen die frischen Früchte überhaupt nur angeboten werden. Hier kann man die Trinkkokosnüsse vorbestellen.

Echte Trinkkokosnüsse finden sich sogar noch seltener in unseren Breitengraden. Wer jedoch schon einmal den erfrischenden und überaus gesunden Inhalt einer solchen Frucht probiert hat, wird in Zukunft kaum noch darauf verzichten wollen. Damit Sie bei den (wenigen) Angeboten hierzulade gute von schlechten Produkten unterscheiden können und auch im Urlaub wissen, ob Sie an ein hochwertiges Produkt geraten, haben wir die wichtigsten Tipps rund um das Thema Trinkkokosnuss für Sie zusammengestellt:

Das optimale Alter der ertragreichsten Trinkkokosnuss?

Das Alter einer (Trink-)Kokosnuss spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die optimale Wassermenge zu erhalten. Idealerweise sollte die Nuss in einem Alter von etwa 6-7 Monaten geerntet werden. Dann enthält sie die größte Menge an Kokoswasser. Das Alter beeinflusst übrigens auch den Geschmack des Kokoswassers. Je jünger die Nuss ist, desto frischer und süßer schmeckt der Inhalt, mit zunehmendem Alter wird das Kokoswasser dann herber und weniger süß. Dann geht der Zustand der Trinkkokosnuss ganz schnell in ungeniessbar über.

Leckere TrinkkokosnüsseLagerung der Trinkkokosnuss?

Die geerntete Trinkkokosnuss ist ein frisches und leicht verderbliches Produkt. Daher sollte man die frische Trinkkokosnuss so schnell wie möglich konsumieren. Solange die Kokosnuss nicht geöffnet wurde, ist eine Haltbarkeit von etwa fünf Wochen gegeben. Eine geöffnete Frucht und der Inhalt hingegen muss innerhalb weniger Tage verbraucht werden, ansonsten kippt das Wasser und wird sauer. Das Kokosfleisch setzt dann sehr schnell Schimmel an. Die geöffnete Frucht sollten Sie am besten im Kühlschrank lagern, abgedeckt mit Frischhaltefolie. Verwenden Sie keine Aluminiumfolie, diese kann den Geschmack von Fleisch und Kokoswasser verändern.

So gesund ist Kokoswasser aus der Trinkkokosnuss

Wer eine überaus gesunde und gleichzeitig kalorienarme Erfrischung sucht, der ist beim Kokoswasser genau richtig! So haben 100 ml Kokoswasser aus der Trinkkokosnuss beispielsweise nur rund 20 kcal, was noch nicht einmal die Hälfte des üblichen Wertes von Erfrischungsgetränken darstellt, z. B. Cola oder Fanta.

Wer den gesamten Inhalt einer Trinkkokosnuss verzehrt, der nimmt etwa 100 kcal auf. Das ist weniger als beispielsweise bei einer Banane. Naturgemäß unterliegt der Kaloriengehalt der Trinkkokosnuss gewissen Schwankungen, die insbesondere vom Reifegrad und von der Sorte der Frucht abhängen. Je später die Kokosnuss geerntet wird, desto weniger Süße enthält der Saft. Das macht sich dann natürlich auch an einem geringeren Kaloriengehalt bemerkbar.

Kokoswasser ist außerdem frei von Cholesterin, was insbesondere für Menschen wichtig ist, die bereits erhöhte Blutfettwerte aufweisen und daher ihre Speisen mit besonderer Vorsicht auswählen müssen.

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